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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

3. Apr 2021 - 18:52 Uhr Ereleta Memeti lief aus dem Mittelfeld kommend all ihren Bewacherinnen davon, ihr Abschluss klatschte jedoch nur an den rechten Außenpfosten des Kastens von Merle Frohms. 

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Frauenfußball: SC Freiburg verpasst Einzug ins DFB-Pokalfinale - Eintracht Frankfurt nach einer 1:0-Pausenführung noch mit 1:2 unterlegen

Am Ostersamstag standen sich in der ersten Halbfinalbegegnung um den Einzug in das diesjährige DFB-Pokal-Finale die Eintracht aus Frankfurt und der Sport-Club aus Freiburg gegenüber. Bei herrlichem Fußballwetter pfiff die Unparteiische Kathrin Heimann pünktlich um 13 Uhr die von vielen mit großer Spannung erwartete Partie zwischen den direkten Tabellennachbarn der FLYERALARM Frauen-Bundesliga an. Leider waren aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch immer keine Zuschauer im Frankfurter Stadion am Brentanobad zugelassen.

Nachdem beide Teams ihre vergangenen Liga-Partien erfolgreich absolvierten – Frankfurt besiegte den MSV Duisburg am vergangenen Donnerstag mit 3:0 und der Sport-Club setzte sich am Sonntag in seinem Heimspiel mit 1:0 gegen Turbine Potsdam durch – durfte man mit zwei selbstbewussten Halbfinalisten rechnen, die den letzten Schritt in Richtung Finale in Köln gehen wollten.

Freiburgs Trainer Daniel Kraus veränderte seine Startelf aus der Partie gegen Turbine auf zwei Positionen und startete mit einem 4-3-3 in das Spiel. Für Mia Büchele und Tyara Buser standen von Beginn an Samantha Steuerwald, die überraschend auf der Mittelstürmerinnen-Position auflief, und Marie Müller auf dem Platz.

Frankfurt erwischte den besseren Start in die Partie und setzte die SC-Defensive sofort unter Druck. So dauerte es gerade einmal fünf Minuten bis zur ersten dicken Gelegenheit für die Eintracht. Nach einem schönen Zuspiel von Lara Prasnikar tauchte Sjoeke Nüsken völlig alleine vor dem SC-Gehäuse auf. Die herauseilende Lena Nuding verkürzte jedoch geschickt den Winkel und verhinderte mit einem Reflex die frühe Führung für die Adler-Trägerinnen.
Mitten in die durch die Hausherrinnen bestimmte Anfangsphase dann wie aus heiterem Himmel die kalte Dusche für das Team von Frankfurts Trainer Nikolaos Arnautis. Ein Traumpass von Rebecca Knaak über das halbe Spielfeld landet punktgenau bei Marie Müller. Diese fackelte nicht lange und hämmerte das Spielgerät zur 1:0-Führung für den Sport-Club in die Maschen. Die Ex-Freiburgerin Merle Frohms im Kasten der SGE war ohne Chance.

Glück dann für den Sport-Club, der die frühe Druckphase der Frankfurterinnen gut überstanden hatte, in der 24. Minute: Laura Freigang setzte sich am rechten Strafraumeck sehenswert durch und zog aus aussichtsreicher Position ab. Ihr satter Rechtsschuss landete aber nur an der Querlatte des SC-Gehäuses. Mittlerweile hatte sich die Begegnung zu dem von vielen im Vorfeld erwarteten Pokal-Fight zweier Teams auf Augenhöhe entwickelt.

Die wütenden Hessinnen versuchten nun alles, um noch vor dem Wechsel den ersehnten Ausgleichtreffer zur erzielen, doch die gut organisierte Defensive der Kraus-Elf hielt den Angriffen weiterhin gut stand. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann die zweite ganz dicke Torgelegenheit für den Sport-Club. Ereleta Memeti lief aus dem Mittelfeld kommend all ihren Bewacherinnen davon, ihr Abschluss klatschte jedoch nur an den rechten Außenpfosten des Kastens von Merle Frohms. So ging es mit der unter dem Strich nicht unverdienten Führung für die Gäste aus dem Breisgau in die Kabinen.

Beide Teams kamen unverändert aus der Halbzeitpause. Die Eintracht erwischte nur kurz nach Wiederanpfiff einen Traumstart. Nachdem Lena Nuding in der 46. Minute einen Ball aus kurzer Distanz noch über die Latten lenken konnte, war sie nur eine Minute später doch geschlagen. Ein Eckball von der linken Seite fand Frankfurts Stürmerin Lara Prasnikar, die am kurzen Pfosten lauernd keine Probleme hatte, den 1:1-Ausgeichtreffer für die Hausherrinnen zu erzielen.
Frankfurts unermüdliches Anlaufen sollte in der 64. Minute ein zweites Mal belohnt werden. Zunächst reagierte SC-Schlussfrau Lena Nuding bei der Direktabnahme von Laura Feiersinger hervorragend, gegen den platzierten Abschluss aus der zweiten Reihe von Camilla Küver war sie jedoch machtlos und musste zusehen, wie der Ball aus 20 Metern Torentfernung den Weg zur 2:1-Führung für die Frankfurterinnen in den rechten Winkel fand.
Der Sport-Club reagierte und versuchte in der Schlussviertelstunde selbst wieder Zeichen in der Offensive zu setzen. Bis zum Strafraum von Merle Frohms lief der Ball gut, doch der letzte Ball wollte einfach nicht sein Ziel finden. Die Eintracht stand nun tiefer und setzte nur noch sporadisch einzelne Nadelstiche Richtung SC-Gehäuse.
Schlussendlich gelang es keiner der beiden Mannschaften in der Schlussviertelstunde noch etwas auf die Anzeigetafel zu bringen und es blieb bei dem knappen 2:1-Heimerfolg der Frankfurterinnen, die somit die Tickets für das Finale in Köln buchen.

Stimmen zum Spiel:
SC-Trainer Daniel Kraus: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Am Ende hat wohl die Erfahrung den Ausschlag für den Sieg gegeben. Wir müssen hieraus lernen, auch wenn es natürlich wirklich sehr bitter ist.“

SC-Managerin Birgit Bauer: „Wer wie ich und manche Spielerinnen schon einmal ein Finale um den DFB-Pokal erleben durfte, der kann sicher nachvollziehen, dass es eine schmerzhafte Niederlage ist und wir alle im Moment sehr enttäuscht über das Ausscheiden im Halbfinale sind.“

Kapitänin Rebecca Knaak: „Es tut einfach verdammt weh. Wir haben uns so auf diese Partie und Chance gefreut. Wir wissen, was es heißt, im Finale zu stehen und dieser Traum ist heute geplatzt. Wir werden das als Mannschaft aufarbeiten und dann versuchen wir, dies irgendwann wieder zu erreichen. Es war eine umkämpfte Partie und Frankfurt hat am Ende dieses eine Tor mehr erzielt.“

Foto: Achim Keller

Stenogramm:
Eintrach Frankfurt: Frohms (TW), Santos de Oliveiera (65. Hechler), Kleinherne, Prasnikar (90+2 Störzel), Nüsken, Freigang, Kirchberger, Küver, Feiersinger, Dunst (89. Mauron), Pawollek
Ersatzbank: Bösl (ETW), Martinez, Panfil, Johannsdottir
Trainer: Niko Arnautis

SC Freiburg: Nuding (TW), Karl, Knaak, Minge, Kayikci (58. Fellhauer), Starke (87. Büchele), Stegemann, Memeti (77. Buser), Vojteková (87. Zicai), Steuerwald, Müller
Ersatzbank: Palmen (ETW), Wittje, Wensing
Trainer: Daniel Kraus

Schiedsrichterin: Kathrin Heimann
Tore: 0:1 Müller (13.), 1:1 Prasnikar (47.), 2:1 Camilla Küver (64.)
Zuschauer: ohne Zuschauer
Gelb: Santos de Oliveiera,
Rot:

(Info: Thomas Andres)

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