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26. Nov 2025 - 12:52 Uhr

Für Fankultur. Für Sicherheit. Für Dialog. - Gemeinsame Stellungnahme der Fußball-Proficlubs aus Baden-Württemberg zu Stadionsicherheit und Fankultur

RT-Archivbild: Stephan Eckenfels
RT-Archivbild: Stephan Eckenfels

Gemeinsame Stellungnahme folgender Proficlubs aus Baden-Württemberg (SC Freiburg, 1. FC Heidenheim, TSG Hoffenheim, Karlsruher SC, VfB Stuttgart):

Mit Blick auf die anstehende Innenministerkonferenz (IMK) und die bundesweit intensiv geführten Diskussionen über die Sicherheit in Fußballstadien und Zukunft der Fankultur möchten wir als Proficlubs aus Baden-Württemberg zur Versachlichung der Debatte beitragen.

Wir stehen für eine lebendige, vielfältige und leidenschaftliche Fankultur, die ein Alleinstellungsmerkmal des deutschen Profifußballs darstellt. Der Erhalt unserer einzigartigen Atmosphäre im Stadion sowie die Sicherheit aller Stadionbesucher sind untrennbare Verantwortungen, die nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.

Der jüngst veröffentlichte Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) belegt, dass das Stadionerlebnis in Deutschland sicher ist. Besonders hervorzuheben sind die Stadionallianzen in Baden-Württemberg – ein bundesweit anerkanntes und empirisches Erfolgsmodell. Vereine, Verbände, Fanprojekte, Kommunen und Polizei arbeiten vertrauensvoll zusammen für mehr Sicherheit bei Fußballspielen. Und das mit Erfolg: mehr Sicherheit und weniger Einsatzstunden der Polizei.

Erfolgsmodell Stadionallianzen:
Seit Einführung der Stadionallianzen bis zum Ausbruch der Coronapandemie sind in Baden-Württemberg jährlich gut zwei Millionen Euro weniger Einsatzkosten angefallen als in vergleichbaren Spielzeiten zuvor. Auch nach Ende der Coronapandemie wurden durch die Stadionallianzen allein landesweit bisher mehr als eine Millionen Euro eingespart. Das entspricht in etwa der Summe, die den Clubs aus Baden-Württemberg in der Bundesliga und 2. Bundesliga für die Hochrisikospiele hätten in Rechnung gestellt werden können. Einen Sicherheitsgewinn hätte es durch bloße Rechnungsstellung nicht gegeben.

Aus diesem Grund sprechen wir uns deutlich für evidenzbasierte Maßnahmen aus, die Sicherheit gewährleisten und rechtsstaatliche Grundsätze respektieren. Gleichzeitig sprechen wir uns klar gegen kollektiv wirkende Einschränkungen wie verpflichtende Ticket-Personalisierungen oder pauschale Sanktionen aus, die den Großteil der Fans, die friedlich agieren, unverhältnismäßig treffen würden.

Stärkung der Prävention:
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner ist essenziell für gelingende Fußballgroßveranstaltungen. Wir befürworten daher eine konsequente Umsetzung des Modells Stadionallianzen bundesweit an allen Standorten, um die belastbare Zusammenarbeit im Netzwerk weiter zu stärken. Ebenso gilt es, in geeigneten Gesprächsformaten mit Fans und deren Vertretungen den Dialog zu intensivieren.

Keine Stadionverbote „mit der Gießkanne“:
Für uns steht außer Frage: Die vorhandenen dezentralen Strukturen lokaler Stadionverbotskommissionen mit ihren Sanktionsrechten müssen bestehen bleiben.

Wir erachten einen Automatismus bei der Entscheidung über die Verhängung von Stadionverboten bei Einleitung eines Ermittlungsverfahrens seitens der Strafverfolgungsbehörden als nicht zielführend.

Vielmehr müssen die behördlichen Verfahren wesentlich zügiger, individuell belastbarer und damit die Entscheidungsgrundlage für die Vereine besser werden. Zudem sollte unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes ein ausgewogenes Maß für die Darlegungslast gefunden werden.

Stadionverbote sind ein präventives Instrument, das es in unmittelbar zeitlicher Nähe zu etwaigen Vorfällen, die nachweislich belastbar und individuell zuordenbar sein müssen, konsequent anzuwenden gilt.

Eine zentrale verbandsseitige Instanz sollte ausschließlich eine Rechts- und Fachaufsicht ausüben.

Wir werden den bestehenden Dialog mit dem Innenministerium Baden-Württemberg weiter intensivieren, um gemeinsam praktikable, faire und tragfähige Lösungen zu finden.

Für Fankultur. Für Sicherheit. Für Dialog.

(Presseinfo: SC Freiburg, 26.11.2025)

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