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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

3. Mai 2026 - 19:59 Uhr

Frauenfußball-Bundesliga: Deutlicher Auswärtssieg des SC Freiburg - 5:1-Erfolg beim nun als Absteiger feststehenden FC Carl Zeiss Jena

Svenja Fölmli traf zweimal in Jena

RT-Archvibild
Svenja Fölmli traf zweimal in Jena

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Zweimal Svenja Fölmli (1./87.), Lisa Kolb (34.), Ingibjörg Sigurðardóttir (42.) und Sophie Nachtigall (62., FE) trafen in Thüringen.

Nach zuvor drei Niederlagen konnten sich die SC-Frauen bei der vorletzten
Auswärtspartie der Saison in der ad-hoc-Arena im Ernst-Abbé-Sportfeld in Jena wieder über drei Punkte und
den zehnten Saisonsieg freuen. Allzu ausgelassen fiel der Jubel freilich nicht aus. Stattdessen galt es den
Gegenspielerinnen nach dem Schlusspfiff zunächst auch Trost zu spenden, denn für Carl Zeiss Jena bedeutete
die Niederlage gegen den Sport-Club den vorzeitigen Abstieg aus der Bundesliga.
„Man hat von Anfang an gesehen, dass es die Mannschaft besser machen wollte, als bei der Niederlage in
Leverkusen vor einer Woche“, sagte SC-Trainer Edmond Kapplani. „Jede einzelne Spielerin hat versucht, jeden
Zweikampf für sich zu entscheiden. Dazu haben wir Tore nach schönen Kombinationen erzielt. Es war sehr
warm, wir wussten, dass es für Jena um alles geht. Deshalb ein großes Kompliment an die Mannschaft, wie sie
das alles von der ersten bis zur letzten Minute angenommen hat. Der Sieg war deshalb auch von der Höhe
verdient.“
Nach der 1:4-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen vor einer Woche veränderte Kapllani seine Anfangsformation
in Jena gleich auf sechs Positionen. Anstelle von Greta Stegemann spielte Zoe Schick auf der rechten
Abwehrseite. Die 17-Jährige aus dem Team der U20-Frauen des SC gab nach zwei Einwechslungen in dieser
Saison ihr Startelfdebüt.
In der Innenverteidigung lief Ingibjörg Sigurðardóttir für Julia Stierli auf. Im Mittelfeld begannen Sophie
Nachtigall, Meret Felde und Alena Bienz anstelle von Maj Schneider, Nicole Ojukwu und Selina Vobian,
während Svenja Fölmli im Angriff Leela Egli (muskuläre Probleme) ersetzte. Verzichten musste der Sport-Club
weiterhin auf Ally Gudorf (persönliche Gründe), Laura Benkarth (schwanger), Nia Szenk (Muskelverletzung)
und Tessa Blumenberg (Knieverletzung).
Das umformiert Team präsentierte einen Blitzstart. Kurz nach dem Freiburger Anstoß dauerte es nur 39
Sekunden, bis Svenja Fölmli zur Führung traf. Eine flache Hereingabe von Lisa Kolb versenkte die Schweizerin
aus rund 15 Metern per Direktschuss ins linke Eck. Anschließend spielte der Sport-Club mit Tempo und
Entschlossenheit weiter. Eine weitere Flanke von Kolb verpasste Luca Birkholz vor dem Tor knapp. Kurz darauf
lenkte Torhüterin Jasmin Janning einen Schuss von Alena Bienz gerade noch über die Latte (10.).
Die erste Chance für die Gastgeberinnen war allerdings auch gleich eine hochkarätige. Olivia Alcaide lief nach
einem Pass in die Tiefe allein auf Rebecca Adamczyk zu, doch die SC-Torhüterin wehrte ihren Schuss mit einer
klasse Reaktion ab (13.). Auch die nächste Möglichkeit in der intensiven Begegnung besaß Carl Zeiss Jena.
Noemi Gentile zirkelte einen Freistoß aus rund 22 Metern an die Latte (19.). Kurz darauf musste beim SC die
frühere Jenaerin Luca Birkholz verletzt vom Feld, für sie kam Selina Vobian in die Partie.

Der Tabellenletzte hielt weiterhin kampfstark dagegen, der Sport-Club blieb gefordert, um weitere Chancen zu
verhindern und den Vorsprung zu verteidigen. Zumal sich Jena nach einer halben Stunde mehr Ballbesitz
erarbeitet hatte und hoch presste. Was die SC-Frauen schließlich zu einem Konter und zum zweiten Treffer
nutzten. Eingeleitet wurde der Angriff von Nachtigall, dann bediente Kolb zunächst Fölmli, deren Schuss
Janning noch abwehrte. Der Ball landete jedoch wieder vor den Füßen von Kolb, die aus wenigen Metern
einschoss (34.).
Dass der Sport-Club seinen Vorsprung noch vor der Pause weiter ausbaute, lag an einer gut ausgespielten und
effektiv genutzten Standardsituation. Einen Freistoß von Vobian aus dem rechten Halbfeld beförderte Fölmli
per Direktabnahme Richtung Tor, wo Ingibjörg Sigurðardóttir den Ball noch über die Linie verlängerte (42.). Es
war das erste Saisontor der Isländerin, die somit für eine deutliche Freiburger Pausenführung sorgte, mit
welcher auch der Abstieg der Gastgeberinnen näher gerückt war.
Jenas Trainer Florian Kästner versuchte zur zweiten Halbzeit noch einmal mit einem Vierfachwechsel dagegen
zu steuern. Die erste Chance nach dem Wiederanpfiff besaß aber wieder Sigurðardóttir, deren Kopfball nach
einer Ecke von Vobian am Tor vorbeiging (54.). Für Jena zog die eingewechselte Isabella Jaron einen direkten
Freistoß über die Querlatte. Aufgegeben hatten sich die Gastgeberinnen keinesfalls, aber der Sport-Club stand
in der weiterhin lebendigen Partie defensiv stabil.
Am vierten SC-Treffer war erneut Sigurðardóttir beteiligt. Nach einem Freistoß von Nicole Ojuwu wurde die
Verteidigerin von Lara Schenk im Jenaer Strafraum zu Boden gezogen, was einen Elfmeterpfiff zur Folge hatte.
Nachtigall führte aus und verwandelte sicher in die linke Ecke (62.). Unmittelbar nach Nachtigalls erstem
Saisontor traf auch Jena noch. Nach einem Steilpass zog Jaron an Adamczyk vorbei und verkürzte (63.).
Die nächste große Chance bot sich Felde, die nach einem Pass in die Tiefe auf Janning zulief, beim Abschluss
aber an der Torhüterin scheiterte (79.). Vier Minuten später rutschte Fölmli nach einer Vobian-Hereingabe
knapp am fünften Treffer vorbei. Noch knapper verpasste diesen gleich danach Ojukwu, die aus der Distanz
die Latte traf. Dafür leitete die Österreicherin mit einem feinen Pass auf Fölmli, welche an Janning vorbei
einschob und den Doppelpack schnürte, schließlich das letzte Tor der Partie ein (87.).
Zum letzten Bundesliga-Heimspiel in dieser Saison empfangen die SC-Frauen, die mit jetzt 33 Punkten
weiterhin Tabellensiebter sind, am kommenden Wochenende den VfL Wolfsburg. Die Begegnung im
Dreisamstadion am Samstag, den 9. Mai, beginnt um 14 Uhr.

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