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Kreis Emmendingen - Emmendingen

17. Sep 2019 - 11:20 Uhr
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Entwicklung Kaufhaus Krauss/Neuer Markt/Löwentor in Emmendingen - Offener Brief von Dr. Hupert, Facharzt in Emmendingen

Sehr geehrter Herr Unmüßig,

nach einer überaus spannenden Veranstaltung am vergangenen Dienstag, den 10. Sept. 2019, wurde erneut Stadtgeschichte geschrieben. Nachdem Sie am 18.03.2019 den Mut gehabt haben zu entscheiden und öffentlich zu machen, die Planungen zum „Neuen Markt“ nicht mehr weiter zu verfolgen, haben viele Bürgerinnen und Bürger das mit Erleichterung aufgenommen. Auch ich sage Ihnen hiermit nochmal von ganzem Herzen Danke, denn ich kann mir vorstellen, wie schwer eine solche Entscheidung gewesen sein muss, zeugt sie aber auch von der Größe Ihrer Persönlichkeit, und das anerkenne ich.

Dadurch hat sich ein Tor zu einer weit besseren Entwicklung aufgetan, Sie selbst haben im Rahmen o.g. Veranstaltung betont, dass das Bessere des Guten Feind ist. Somit kann sich jetzt unser aller kreativer Kraft und Denken konzentrieren auf die bestmögliche Lösung für Emmendingen und alle Beteiligten, lassen Sie uns für die nächsten 3-4 Generationen denken und nicht nur an den schnellen Profit des nächsten Jahres. Dass Ihr Zurücktreten von der Gesamt-Entwicklung das Engagement des Wehrle-Werks in Richtung Öffnung zu mehr Durchgängigkeit und Natur überhaupt erst ermöglicht hat, zeigt, wie wichtig diese, Ihre Entscheidung für Emmendingen war. Wer auch immer Sie von der initial angedachten Sanierung des KK („kleine Lösung“) zu dem Konzept des „Neuen Marktes“ motiviert hat, hat mit zu verantworten, dass viele Jahre verstrichen sind und viel Geld, auch von Ihrer Firma, ausgegeben werden musste.

Ich habe also durchaus auch Verständnis für Ihre Situation und möchte Ihnen hiermit schon als direkter Nachbar zusagen, dass ich während der anstehenden Bauzeit, die unweigerlich entstehenden Störungen ertragen werde, sofern die Weiterführung meiner Praxis nur irgendwie möglich ist.

Zwei Sachen muss ich aber noch ansprechen, die mir seit o.g. Veranstaltung im Wehrle-Werk keine Ruhe lassen:

1. Durchgängigkeit: Klar ist, dass die Zufahrt zu Ihrem Gebäude gesichert sein muss, klar ist auch, dass Sie über die TheodorLudwig-Straße anliefern könnten. Dabei würde aber eine, gegenüber dem bisherigen Zustand mögliche, zusätzliche Schaufensterfront, in der Breite des bisherigen Anlieferungs-Tores von immerhin 8-9 m wegfallen. Darüber hinaus würden Sie doch den rückwärtigen Bereich Ihres Gebäudes (ehemals KK) dadurch erheblich aufwerten, dass, falls für Fußgänger und Radfahren passierbar, auch die rückwärtige Front durch Schaufenster oder gar Ladeneingänge/Gastronomie nutzbar würde. Andernfalls würden Sie die Geschäfte in Ihrem Gebäude ja von den angestrebten Passanten-Strömen geradezu abschneiden. Das kann keinen Sinn machen. Wie schön könnte es doch sein, wenn das Cafe im EG durch Bestuhlung nach hinten zusätzlich Raum gewinnt.

2. Parkplätze:

Was bei o.g. Veranstaltung zwar nachgefragt, aber nicht klar beantwortet wurde ist die Sache mit dem REWE im Kellergeschoß. Da war plötzlich von 2 x REWE die Rede, ich hatte bisher immer verstanden, dass der REWE vom Erdgeschoß der Merck-Galerie in das UG des „Neuen Marktes“ jetzt „Löwentor“ umziehen soll. Das würde heißen, dass am jetzigen Standort Leerstand entsteht und dort der nächste städtebauliche Problemfall generiert wird. Dafür wären Sie persönlich natürlich nicht verantwortlich, aber das kann doch die Stadt nicht wollen ! Die fußläufige Versorgung der Bewohner der Innenstadt mit Lebensmittel aus einem Vollsortimenter ist ebenerdig gesichert, man würde doch ein Loch aufreißen, um ein Anderes zu stopfen („Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto…. etc.)

Da Sie inzwischen im ehemaligen KK Wohnungen vorsehen, müssen Sie für diese Parkplätze nachweisen, da es sich nicht um Gewerbe handelt, es sei denn es würden Gewerbefläche ersetzt, für die schon Parkplätze erstellt wurden.

Nun zu meiner Überlegung:

würde der REWE an seinem bisherigen Standort bleiben, würde dort nicht ein neues städtebauliches Problemfeld aufgemacht werden. Die freiwerdende Fläche im UG könnten Sie für Parkplätze und Kellerräume nutzen, die Sie ja auch für die Wohnungen und Geschäfte (Inhaber/Mitarbeiter) brauchen. Man müsste sich „nur“ von der Vorstellung lösen, dass die Kunden bis vor die Ladentüre vorfahren können - können sie in der gesamten Innenstadt ja auch nicht !! Einige Schwerbehinderten-Parkplätze sollten natürlich eingeplant werden, ebenso ausreichende Fahrradabstellmöglichkeiten („Verkehrs-Wende“). Ein weiterer Vorteil dieses Konzeptes wäre es dann, dass nur noch wenige „große“ LKW hinten anliefern müssten: das würde dann die Realisierung der Anlieferung und Anlieferungszone doch deutlich vereinfachen und hätte positive Auswirkungen bis rauf zur Hochburger Straße.

Ein Parkhaus hinter dem ehemaligen KK ist somit auch nicht erforderlich und würde die einzig verbliebene unversiegelte Fläche von immerhin 1.800 m2 nicht vernichten. Dort könnte man vielmehr eine Außenbewirtung durch Cafe und Gastronomie (Kastaniengarten o.ä) vorsehen und damit die Aufenthaltsqualität für die Passanten, aber auch die Ökologie weiter aufwerten.

Der Wegfall der Ladenfläche im UG senkt natürlich den Wert der Immobilie und damit auch den Wert der Fläche des ehemaligen KK. Wenn es sich jetzt in den letzten Jahren gezeigt hat, dass es sich bei dem Objekt nicht um ein „Filetstück“ im Zentrum der Stadt handelt, sondern um ein durchaus problembehaftetes Objekt (Lage, Nachbarschaft, Altlasten) so bin ich der Meinung, dass man nicht Ihnen, Herr Unmüßig, dafür alle Lasten aufbürden kann, sondern dann müssen auch die ins Boot geholt werden, von denen man in der ganzen öffentlichen Diskussion nur wenig gehört hat: die Sparkasse als Hauptgläubiger der insolventen KK-Gruppe muss sich als kommunales Unternehmen auch der sozialen Verantwortung stellen, die sie in dieser Angelegenheit hat: ich meine, dass der Kaufpreis, wenn das Kellergeschoß zu Parkplätzen wird, nachverhandelt werden muss und man nicht Ihnen alles aufbürden kann. Da sollten dann auch all diejenigen mithelfen, die Sie zur Entwicklung des „Neuen Marktes“ mit all seinen Kosten „motiviert“ haben.

Um die Diskussion hierzu etwas breiter aufzustellen, habe ich dieses Schreiben als offenes Schreiben formuliert und möglichst breit verteilt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. A. Hupert

(Medieninfo: Dr. A. Hupert, Emmendingen, 17.09.2019)

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