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Ortenaukreis - Offenburg

12. Dec 2019 - 13:26 Uhr Profis an Bord - Angebot der Schulsozialarbeit in Offenburg soll erweitert werden.
Stefan Berndt: „Schulsozialarbeit ist inzwischen ein Qualitätsmerkmal.“
 
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Profis an Bord - Angebot der Schulsozialarbeit in Offenburg soll erweitert werden - Interview mit Stefan Berndt (Zuständiger für die städtische Schulsozialarbeit)

Die Schulsozialarbeit soll erweitert und ausgebaut werden. Diese Empfehlung gab der Schul- und Sportausschuss in seiner jüngsten Sitzung dem Gemeinderat. Hierzu wurde Stefan Berndt, zuständig für die städtische Schulsozialarbeit, befragt.

Herr Berndt, Schulsozialarbeit gehört mittlerweile zum Schulalltag – kann man das so sagen?:
Stefan Berndt: Ja, für die meisten Schulen ist es ein bedeutsamer Faktor, ein Qualitätsmerkmal. Die Schulsozialarbeit hat sich etabliert.

Welche Aufgaben hat die Schulsozialarbeit?:
Berndt: Zum einen geht es um Fallbearbeitung. Unser Schwerpunkt liegt jedoch auf der Prävention. Wir wollen zum sozialen Lernen anregen. Die Schulsozialarbeiter sind Ansprechpartner in erster Linie für die Kinder, aber auch für Eltern und Lehrer.

Wie gut sind die Offenburger Schulen versorgt?:
Berndt: Sehr gut, auch im Landesvergleich. So sind zum Beispiel bis auf zwei alle Grundschulen versorgt, wenn der Gemeinderat der Empfehlung des Schulausschusses folgen wird. Aber auch wenn die beiden Grundschulen in Fessenbach und Griesheim über keine Stellenanteile für die Schulsozialarbeit verfügen, profitieren auch sie bei Bedarf von den Kompetenzen der Schulsozialarbeit in den benachbarten Standorten.

Gibt es in Griesheim und Fessenbach weniger Probleme?:
Berndt: Die Zeiten sind vorbei, in denen Schulsozialarbeit mit Pro-blemschulen gleichgesetzt wurde. Das war vor 20 Jahren so, als die Schulsozialarbeit eingeführt wurde. Damals waren auch die Fördergelder entsprechend deklariert. Inzwischen ist es kein Stigma mehr, im Gegenteil.

Was hat sich denn im Vergleich zur Situation an den Schulen vor 20 Jahren geändert?:
Berndt: Die Kinder sind gleich geblieben, aber die sie umgebenden Systeme haben sich geändert. Problemlagen tauchen inzwischen an den Schulen eher auf. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die Kinder mehr Zeit an der Schule verbringen. Und zugleich ist das Bewusstsein auf Seiten der Schule gestiegen, zusätzliche Ressourcen zur Bearbeitung von Problemlagen abzurufen, damit sie den Unterrichtsalltag gut bewältigen können. Früher haben sich die Lehrkräfte um vieles selbst gekümmert, jetzt sind noch Profis aus der Jugendhilfe an Bord.

Unterscheidet sich die Sozialarbeit an Grundschulen von der an weiterführenden Schulen?:
Berndt: An Grundschulen gab es schon immer eine andere Beziehungsarbeit. Die Lehrkräfte waren näher dran. Die Schulsozialarbeit ist eine willkommene Ergänzung. Da geht es vor allem um das frühzeitige Lernen von gewaltfreiem Umgang mit Konflikten, zum Beispiel mit dem Programm „Faustlos“. Damit haben die Kinder ein gutes Handwerkszeug für später.

Was soll konkret aufgestockt werden?:
Berndt: Die Stelle am größten Gymnasium in Offenburg, dem Schiller, soll um 15 Prozent auf 90 Prozent aufgestockt werden. Aufgrund veränderter Förderrichtlinien des Kreises ist es jetzt möglich, mehrere Schulen mit einer Stelle zu versorgen. Elgersweier und Zunsweier bekommen eine halbe Stelle ebenso wie Weier und Bohlsbach. Schulsozialarbeit wird zu je einem Drittel vom Land, vom Kreis und von der Stadt finanziert.

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