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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

15. Jan 2020 - 23:43 Uhr Neujahrsempfang 2020 in Freiburg

Alle REGIOTRENDS-Fotos: Jens Glade
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Neujahrsempfang 2020 in Freiburg: Bunt, spannend und vielfältig - wie die Stadt selbst ++ Klare Aussage von OB Horn an manche Strömungen: „Ihr mögt laut sein, aber ihr seid nicht in der Mehrheit“ - 2500 Gäste erleben Freiburg weltoffen und heimatverbunden

Heute Abend fand in der Sick Arena der Freiburger Messe ein ganz besonderer Neujahrsempfang statt. 2500 geladene Gäste verfolgten einen unterhaltsamen Abend mit viel Bewegung, Tanz und Musik, einer dreigeteilten Rede des Oberbürgermeisters und einer rauschenden After Hour Party. Im Mittelpunkt stand wenig überraschend das 900-jährige Stadtjubiläum.

Anfangs mutete der Neujahrsempfang der Stadt so an wie immer. Zwar war die Location mit der Sick-Arena eine neue und die geladenen 2500 Gäste, darunter 900 zufällig ausgewählte Freiburger Bürger, waren zahlenmäßig auch etwas mehr aber der Oberbürgermeister Martin Horn trat wie immer ans Rednerpult um seine Rede zu beginnen. Dann aber verließ der OB die Bühne und begrüßte seine Gäste auf Augenhöhe und hieß dabei auch die neun Jubiläumsbotschafter willkommen.
Er werde seine gewohnte 45-minütige Rede heute nicht halten, sondern seine Worte auf drei Sequenzen aufteilen. In seinen Anmerkungen wolle er auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft eingehen, so Martin Horn.
Bevor er jedoch begann, folgte der erste Teil des spektakulären Bühnenprogramms unter der Regie des Theaters Panoptikum, an der auch die Dance Akademie der Tanzschule Gutmann beteiligt war. Tanzszenen wechselten sich mit Sprechbeiträgen ab und auf den transparenten Bühnenvorhang wurden Bilder des historischen Freiburgs projiziert.

Horn erinnerte an die Vergangenheit der Stadt und daran, wie das Bürgertum die Vision einer Kirche erdachte, ohne je die Chance zu haben, das Münster fertig zu erleben. Er nannte die Gründung der Universität einen wichtigen Schritt für Freiburg. Horn beleuchtete die unterschiedliche Zugehörigkeit der Stadt zu Frankreich, Österreich und sogar kurzzeitig zu Italien bevor es dem Herzogtum Baden zugeschlagen wurde. Auch die dunklen Zeiten des dritten Reichs sprach Horn an und die Zerstörung der Stadt durch britische Luftangriffe. Das Münster, das die Zerstörung wie durch ein Wunder unbeschadet überstand führte Horn dann zur Gegenwart.
Hier setzte der zweite Teil des Bühnenprogramms mit neuen Bildern, Musik und Akrobaten auf. Ein Kunstradfahrer, freiburgtypisch ohne Beleuchtung, zeigte seine Kunststücke und es bildeten sich Bilder der aktuellen Stadtbebauung auf dem Bühnenvorhang ab.

Horn beschrieb das Jetzt der Stadt mit den Problemen Zuwanderung, Wohnungsknappheit und Platzmangel. Den Herausforderungen des Klimawandels und der zunehmenden Verrohung durch Populisten und radikalen Kräften. Horn lobte aber auch die politischen Kräfte der Stadt, die Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat. Er sprach von richtigen Entscheidungen des Gremiums und der Bevölkerung beim Bürgerentscheid zum neuen Stadtteil Dietenbach.
Stand heute Morgen um 9 Uhr hat Freiburg 226954 Einwohner aus 172 Herkunftsländern und "wir haben die Aufgabe, den Menschen Raum zum Leben zu schaffen". Freiburg sei eine Hochschul- und Mittelstandsstadt mit dem ersten Plus-Rathaus weltweit. Freiburg stehe für Ökologie und Gesundheit. Das sei auch der Verdienst seines Vorgängers Dr. Salomon, den der OB offiziell entschuldigte.
Freiburg brauche auch zukünftig einen starken Gemeinderat und eine in der Sache harte Diskussion. Provokationen, Hetze und Ausgrenzung hätten in Freiburg jedoch keinen Platz.
Man habe die Weichen gestellt, wieder mehr Einfluss auf die Wohnungspolitik der Stadt zu bekommen und wolle die Stadtbahn und die öffentlichen Verkehrsmittel insgesamt weiter ausbauen.

Nach einer weiteren Showeinlage, bei der die Bilder der Stadt wiederum wechselten und jetzt auch geplante Projekte wie den Stadtteil Dietzenbach und das SC-Stadion zeigten, setzte Horn seine Rede zur Zukunft fort.
„Es geht den Menschen heute so gut wie nie“, stellte der OB fest. Trotzdem hätten manche Bevölkerungsgruppen den Eindruck, es gehe ihnen immer schlechter.
„Dies ist nicht richtig!“, so Horn. Man müsse jedoch die Ängste der Menschen ernst nehmen und aufzeigen, dass die Vergangenheit nicht besser gewesen sei.
„Die Ablehnung alles Neuen zerstört die Demokratie!“, rief Martin Horn und zeigte sich über die teilweise hasserfüllte Sprache mancher Strömungen erschüttert.
„Ihr mögt laut sein, aber ihr seid nicht in der Mehrheit“, so der Oberbürgermeister unter tosendem, langanhaltendem Applaus. „Wir werden die Menschlichkeit und die Demokratie verteidigen und menschenverachtende Taten und Worte nicht zulassen!“, so Horn.

Der OB bekannte sich zur Weltoffenheit von Freiburg und nannte die Partnerschaft zu Isfahan als Beispiel. Freiburg sei die einzige Stadt in der Welt, die gleichzeitig Partnerschaften zu Städten in der USA, in Israel und im Iran unterhalte.
Er werde sich auch zukünftig für eine Politik einsetzen, die weder an der Stadt- noch an der Staatsgrenze aufhöre.

Zum Ende seiner Ausführungen griff Horn noch einmal den Münsterbau auf. „Lassen Sie uns nach dem Vorbild unserer Vorfahren wieder eine Vision für Freiburg entwickeln, die wir vielleicht selbst nicht mehr erleben aber unsere Stadt voranbringt!“, forderte Horn die Gäste auf.

Bürgernah, zukunftsorientiert sozial und weltoffen wünsche er sich das Freiburg der Zukunft und forderte alle Freiburger dazu auf, daran mitzuarbeiten. „Lassen Sie uns daran bauen, ich habe Lust darauf!“ endete Horn.

Seinen Worten folgte auch der abschließende Teil der Bühnenshow. Nach und nach lösten sich einzelne Bildteile vom Vorhang und wurden von den, von der Bühne kommenden jungen Tänzerinnen und Tänzern nach und nach als reale Bildsegmente ins Publikum und aus dem Saal getragen.

Der zweistündige, offizielle Teil des Neujahrsempfang war trotz seiner Länge unterhaltsam und kurzweilig und der OB schien die richtigen Worte gewählt zu haben. Das zeigte sich bei der gelösten Stimmung der rund 2500 Gäste beim anschließenden kulinarischen Teil des Abends, der viel Zeit für Gespräche bot.

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