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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

13. Jan 2021 - 13:18 Uhr
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Modifikationen zu Neubau von Mehrfamilienwohnhaus in Reinhold-Schneider Straße in Freiburg empfohlen - Gestaltungsbeirat tagte digital und nicht-öffentlich

Aufgrund der Corona-Pandemie tagte der letzte Gestaltungsbeirat digital. Und damit ohne viele interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Journalisten.

Auf der Tagesordnung stand erneut der Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses in der Reinhold-Schneider Straße 2 in Littenweiler. Dort soll ein Mehrfamilienhaus mit einer gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss neu gebaut werden. Bereits bei der ersten Vorstellung im Gestaltungsbeirat wurde über einen integrierten Supermarkt im Stadtteil kontrovers diskutiert. Die Gestaltungsbeiräte haben sich in der ersten Sitzung klar pro Supermarkt positioniert, genauso wie die Stadtverwaltung. Die Bauherrin aus Freiburg musste sich aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund steigender Online-Bestellungen im Lebensmittelbereich gegen die Integration eines Nahversorgers entscheiden und ein anderes Nutzungskonzept entwickeln: Im Erdgeschoss ist nun eine Bäckerei mit Cafè, Praxisräume und eine Kita geplant. In den Obergeschossen sind 2-4 Zimmer-Wohnungen vorgesehen.

Die vorgelegte Planung vom beauftragten Architekturbüro aus Freiburg schlägt eine L-förmige Bebauung mit einem viergeschossigen Baukörper entlang der Kappler Straße und einem 3-geschossigen Baukörper entlang der Reinhold-Schneider-Straße vor. Diese wird von den Gestaltungsbeiräten begrüßt, auch die Entscheidung auf den Bau eines Lebensmittelmarktes zu verzichten ist gut nachvollziehbar.

Folgende Empfehlungen zur Neuplanung wurden gegeben: die Zone zur Kappler Straße hin sollte gestalterisch und funktional aufgewertet werden, hier wird die Anhebung des Gebäudeniveaus um 50 Zentimeter empfohlen. Durch das angehobene Gebäudeniveau wäre auch eine Integration der Tiefgarageneinfahrt ins Gebäude möglich, dies würde neue Spielräume im Freiraum zwischen Hochhaus und Neubebauung eröffnen.

Insgesamt wird mehr Großzügigkeit und Schaffung von Blickbeziehungen in der Grundrissgestaltung gewünscht. Die Anordnung einer Gewerbespange an der Kappler Straße könnte zu mehr Flexibilität für die zukünftigen Nutzer führen. Weiterhin wird empfohlen, die Fassaden im Bereich Erdgeschoss zum Obergeschoss stärker zu differenzieren und den zentralen Hauseingang markant auszubilden. Eine differenzierte Ausarbeitung der Fassaden-Materialien, eine Begrünung der Laubengänge und eine Neuordnung der Freiflächensituation wird angeregt.

Der Gestaltungsbeirat wünscht der Bauherrin und dem Architekten viel Erfolg in der Projektumsetzung, eine weitere Vorstellung im Gestaltungsbeirat wird als nicht notwendig gesehen.

Weitere Informationen sind unter www.freiburg/gestaltungsbeirat.de zu finden.

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