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135 Jahre Malerbetrieb Eugen Knosp - Ältester Fachbetrieb Freiburgs feiert Jubiläum

135 Jahre Malerbetrieb Eugen Knosp.
Von links: Geschäftsführer Torsten Dörle, Vorgänger Peter Schandelmeyer und Helmut Knosp (Enkel des Firmengründers)

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
135 Jahre Malerbetrieb Eugen Knosp.
Von links: Geschäftsführer Torsten Dörle, Vorgänger Peter Schandelmeyer und Helmut Knosp (Enkel des Firmengründers)

REGIOTRENDS-Foto: Jens Glade
Der Freiburger Malerfachbetrieb Eugen Knosp feiert in diesem Jahr sein 135-jähriges Bestehen. Dabei kann der Handwerksbetrieb auf eine bewegte Geschichte zurückblicken.

Gegründet wurde der Malerbetrieb von Eugen Knosp und Georg Dettinger in der damals ausschließlich von Handwerkern besiedelten Moltkestaße. Schon drei Jahre nach der Gründung wurde Eugen Knosp das großherzoglich Badische Hofprädikat verliehen und er durfte fortan den Titel Hofmalermeister führen. 1909 durfte er laut Dekret des Großherzoglichen Bezirksamtes Freiburg außerdem den Titel Hofmaler führen.
Im Jahr 1908 trennten sich die beiden Kompagnons und Knosp führte den Betrieb in der Moltkestraße alleine weiter.
1887 kam Eugen Knosp junior zur Welt, der nach seiner Malerlehre im väterlichen Betrieb 1911 seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in München ablegte.
Zwei Jahre später übernahm Eugen Knosp junior den Betrieb des Vaters, der zwei Jahre darauf verstarb.

Im Ersten Weltkrieg wurde Eugen Knosp junior verwundet und leistete seinen restlichen Dienst als Unteroffizier bei der badischen Gebirgsartillerie in Waldkirch ab. Während seiner Militärzeit führte seine Mutter den Betrieb mit einigen Gesellen weiter.

Nach Kriegsende gelangte der Malerbetrieb schnell zu wirtschaftlicher Stärke zurück. Durch fachliches Können, vor allem im künstlerischen Sektor, wuchs der Betrieb schnell.
Knosp heiratete 1922 seine Frau Irma. Aus der Ehe gingen die Kinder Helga (*1935) und Helmut (*1937) hervor.

Während der Wirtschaftskrise versuchte Knosp mit zusätzlichen Betriebszweigen das Unternehmen am Leben zu erhalten. Der Betrieb beschäftigte sich deshalb auch mit Schildermalerei, Reklame und Volkskunst.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Firma zu Tarnungsarbeiten herangezogen. Der Betrieb wuchs auf über 100 Mitarbeiter an und Knosp gründete Filialen in Konstanz und Straßburg.
1944 wurde das Betriebsgebäude in der Moltkestraße während des Bombenangriffs auf die Stadt zerstört.

Nach Kriegsende ging es erst in einem Schuppen in der nahegelegenen Faulerstraße und in einem Büroraum in der Poststraße weiter. 1952 wurde erst die Werkstatt und 1957 dann das Vorderhaus wieder aufgebaut.

Tochter Helga studierte in der Freiburger Kunstakademie und Helmut machte eine Malerlehre in einem Betrieb in Schleswig-Holstein. Ab 1958 besuchte er die Meisterschule in München, die er 1962 mit der Meisterprüfung mit Diplom abschloss.

Schnell wurde die Firma Knosp in den Wiederaufbaujahren zu einem der führenden Malerbetriebe in Südbaden. In Spitzenzeiten beschäftigte der Betrieb bis zu 60 Mitarbeiter.
Sohn Helmut arbeitete nach der Meisterschule im Betrieb mit und führte die Firma nach dem Tod des Vaters im Jahr 1965 bis 2002 weiter. Danach trat Peter Schandelmeyer als Nachfolger in seine Fußstapfen. Schandelmeyer hatte im Betrieb 1966 gelernt und seitdem als Geselle mitgearbeitet. Als langjähriger Mitarbeiter war er schon länger in der Geschäftsführung eingebunden.

2006 kam Torsten Dörle als ausgebildeter Malermeister in die Firma, die er 2018 dann übernahm.

Heute hat sich die Firma auf Restaurationsarbeiten und die Denkmalpflege spezialisiert. Daneben arbeitet sie häufig an und in öffentlichen und privaten Gebäuden.

Besondere Objekte der letzten Jahre waren die Johanneskirche, die Christuskirche, das Historische Kaufhaus, die Stadtbibliothek, das Augustinermuseum und die Sanierung der Operationssäle der Universitätskliniken.

Wie alle Handwerksbetriebe kämpft die Eugen Knosp GmbH heute mit dem Facharbeiter- und Nachwuchsmangel.

Auch nach 135 Jahren ist das "Know-How" der Firma nach wie vor gefragt und wird bei öffentlichen Aufträgen gerne berücksichtigt. Denn das Portfolio des Traditionsbetriebs geht weit über Anstreicher- oder Tapezier-Arbeiten hinaus.

Weitere Informationen unter: https://malerknosp.de.


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