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RegioTrends

Breisgau-Hochschwarzwald - Neuenburg

29. Jan 2015 - 16:30 Uhr

Badenova-Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz: Fische im Gewächshaus - Firma EBF GmbH erprobt ein innovatives Gewächshaussystem

Franz Schreier, Geschäftsführer und Eigentümer des Aquaponischen Gewächshauses (mitte) sowie Anke Held vom Badenova-Innovationsfonds (rechts) bei der offiziellen Inbetriebnahme des Gewächshauses
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In Neuenburg erprobt die Firma EBF GmbH ein innovatives Gewächshaussystem, in dem auf Basis Erneuerbarer Energien Pflanzen- und Fischzucht ganzjährig möglich sind. Gefördert wird das Projekt durch den Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz der Badenova.
Die sogenannte „Aquaponik“ – abgeleitet von Aquakultur für Fischzucht und Hydroponik für Pflanzenzucht – kommt dabei weitgehend ohne externe Energiequellen aus. Anders als im herkömmlichen Pflanzenbau, wachsen bei der Aquaponik die Pflanzen nicht im Erdreich, sondern befinden sich mit ihren Wurzeln direkt im Wasser. Das Wasser für die Pflanzkulturen kommt aus den Fischbecken. Es ist durch die Ausscheidungen der Fische bereits mit Nährstoffen angereichert und benötigt daher kaum weiteren Dünger. Nachdem die Pflanzen die Nährstoffe aufgenommen haben, fließt das saubere Wasser wieder in das Fischbecken zurück. So entsteht ein Wasser und Dünger sparender Kreislauf mit nur sehr geringer CO2-Emission.
Der Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz der Badenova unterstützte das Projekt 2012 mit insgesamt 168.201 Euro.

Das Gebäude steht auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau und soll als ein Highlight in diese integriert werden. Das Gewächshaus ist bestens gedämmt und nach Süden hin mit einer speziellen 2-lagigen Folie überzogen, die besonders stabil, leicht zu reinigen und hoch transparent ist. Auf diese Weise können insbesondere die für das Pflanzenwachstum notwendigen UV-Strahlen durchgelassen werden. Um im Sommer hohe Temperaturen zu vermeiden, verschatten speziell mit Photovoltaik ausgestattete Lamellen die Pflanzen. Der mit diesen Abschattungslamellen gewonnene Solarstrom versorgt das Gewächshaus mit Energie und macht es so weitgehend unabhängig von externen Stromquellen.
Neuartige Sulphur-Plasma-Lampen fördern das Pflanzenwachstum im Winter, während ein Wärmeschutzrollo das Gewächshaus bei Bedarf dämmt. Eine spezielle PAR-Lichtfolie (PAR: Photosyntetic Active Radiation) wandelt zudem grünes Licht, das von den Pflanzen weniger für die Photosynthese genutzt wird, in rotes, nutzbares Licht um. Durch den flexiblen Einsatz der jeweiligen Komponenten eignet sich das Gewächshaus für alle Breitengrade, Klimagebiete und Jahreszeiten. Je nach Standort - z. B. in Südeuropa - können beispielsweise der Wärmeschutzrollo und die Plasma-Lampen ganz wegfallen. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche Optimierung des Gewächshauses für den jeweiligen Einsatzfall. Das in Neuenburg errichtete Gewächshaus ist maximal ausgestattet und besitzt darüber hinaus eine umfangreiche Mess-, Regel- und Überwachungstechnik, um das thermodynamische Verhalten, die Energieeffizienz sowie die Erträge zu dokumentieren, zu analysieren und letztlich zu optimieren.
In der Nähe des hessischen Heppenheim betrieb die EBF GmbH über Jahre hinweg schon eine 50 m² große Pilotanlage. Das 200 m² große Gewächshaus in Neuenburg erprobt das Konzept nun sehr umfangreich und in größerem Stil. Darüber hinaus soll es so einem größeren Publikum bekannt gemacht werden. „Die Gewächshäuser eignen sich grundsätzlich für Privatleute und auch den kommerziellen Anbau. Wir werden neue Wege aufzeigen, um Lebensmittel autark und Ressourcen-schonend im ländlichen Raum ebenso wie im urbanen Umfeld zu produzieren. Das Gewächshaus ist zudem bereits als Attraktion in das Programm der Landesgartenschau 2022 in Neuenburg aufgenommen, da es sich direkt am Eingang zum Gelände befindet.“, so Besitzer und Geschäftsführer der EBF GmbH Franz Schreier.
Nach dem Baubeginn in 2013 konnte das Projekt im Dezember 2014 fertig gestellt werden und den Betrieb aufnehmen.
Die Planungs- und Baukosten des Entwicklungsprojekts beliefen sich auf etwas über 500.000 Euro. Der Innovationsfonds des regionalen Umwelt- und Energiedienstleisters badenova unterstützte das Vorhaben mit insgesamt 168.201 Euro. „Wir halten das Projekt für zukunftsweisend und glauben fest an den Nachahmer-Effekt des Vorhabens.“, so die Leiterin des Badenova Innovationsfonds Anke Held.


Badenova Innovationsfonds: Starthilfe seit 2001
Seit über zehn Jahren realisiert Badenova innovative Vorhaben mit dem Innovationsfonds. Jahr für Jahr verzichten die kommunalen Anteilseigener des Unternehmens auf drei Prozent des Unternehmensgewinns, um neuartige und ökologisch sinnvolle Klima- und Wasserschutz-Projekte mit Vorbildcharakter zu ermöglichen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Kommunen, Verbände, Vereine, Unternehmen und andere Organisationen. Vor der Mittelvergabe werden die Vorhaben durch einen unabhängigen Sachverständigenbeirat und einen Beirat aus kommunalen Vertretern geprüft. In letzter Instanz genehmigt der Badenova-Aufsichtsrat die Projekte.
Dass erfolgsversprechende Ansätze im Rahmen der Projekte sich nicht exklusiv für Badenova und den jeweiligen Projektpartner auszahlen, liegt in der Natur des Innovationsfonds: das Unternehmen stellt die Ergebnisse aus den Projekten nach Abschluss immer der Öffentlichkeit unter www.badenova.de/innovationsfonds zur Verfügung und verbreitet damit vorbildliche Verfahren, Technologien und Studienerkenntnisse aktiv weiter. Neben Bau-Konzepten und Anwendungen, Forschungs-, Studien- und Entwicklungsplänen sind auch Umweltkommunikations- und Pädagogik-Projekte in der breiten Palette der Förderobjekte vertreten.
Der Innovationsfonds hat in den vergangenen Jahren insgesamt rund 24 Millionen Euro an Fördermitteln für inzwischen 223 Umweltprojekte in der gesamten Region zur Verfügung gestellt. Der Zusatzeffekt: Die Projekte haben Investitionen in Höhe von rund 108 Millionen Euro im Umwelt- und Klimabereich in der Region ausgelöst. Vorstand Mathias Nikolay: „Wer beim Klimaschutz vorankommen will, muss auch experimentelle Technologien und unerprobte Ansätze verfolgen, die nicht in erster Linie durch Renditeerwartungen bestimmt sind. Mit dem Innovationsfonds geben wir zukunftsfähigen Ideen den nötigen Spielraum.“
Zu den 2014 genehmigten Projekten zählen konkrete Vorhaben aus Weil am Rhein, Ühlingen, Freiburg, Offenburg, Umkirch, Teningen, Achern und Glottertal.

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