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RegioTrends

Stadtkreis Freiburg - Freiburg

15. Feb 2017 - 16:26 Uhr

Warmwasser mit Solarthermie auf Mehrfamilienhäusern lohnt sich - Pilotprojekt von Stadt Freiburg, Badenova und Bauverein Breisgau zeigt gute Erfolge

Seminar mit weiteren Infos dazu auf der GETEC

Aus Sonne Wärme gewinnen, das lohnt sich auch für größere Häuser mit mehreren Wohnungen. Das ist das Ergebnis eines Pilotprojekts, das von der Stadt Freiburg initiiert, vom Badenova Innovationsfonds gefördert und vom Bauverein Breisgau umgesetzt wurde. Der Bauverein hatte vor gut einem Jahr insgesamt zehn zusammenliegende Häuser in der Emmendinger Straße mit über 90 Wohnungen mit einer großen Solarthermieanlage, die Warmwasser erzeugt, ausstatten lassen. Jetzt wertete das Fraunhofer ISE die Betriebsdaten eines Jahres aus und es zeigt, dass ein solches Projekt Nachahmer finden sollte, weil es einen wichtigen Beitrag leisten kann, die Freiburger Klimaschutzziele zu erreichen. Die zuständige Bürgermeisterin Gerda Stuchlik freut sich: „Solarthermieanlagen haben auch im Mehrgeschosswohnungsbau ihre Berechtigung und können dort einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.“ Besonderheit des Projekts war außerdem, dass die neue Solarthermieanlage in ein neu geschaffenes Klein-Netz für die Wärmeversorgung eingebunden wurde.

Wissenschaftlich begleitet hat das Projekt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesystem ISE. Das Ergebnis nach einem Jahr: Die Anlage auf dem denkmalgeschützten Ensemble in der Emmendinger Straße hat der Atmosphäre mehr als zwölf Tonnen Kohlendioxid erspart. In den Sommermonaten lieferten die Kollektoren mehr als 60 Prozent der von den 92 Wohnungen benötigten Wärmemenge. Über das gesamte Jahr 2016 gesehen, konnte die Solarthermie rund zehn Prozent der Wärmeenergie bereitstellen.

Das neue Wärmesystem besteht neben der 191 Quadratmetern großen Solaranlage aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) sowie einem gasbetriebenen Spitzenlastkessel und zehn Pufferspeichern mit einem Volumen zwischen 1.200 und 1.700 Litern. Da das BHKW vergleichsweise klein ausgelegt ist, kann es fast ganzjährig unter Volllast laufen und damit sehr effizient Wärme und Strom produzieren. Der selbst produzierte Strom wird über eine Tochtergesellschaft des Bauvereins an die Mieterinnen und Mieter zum Eigenverbrauch verkauft. Die Kosten für das ganze Wärmesystem lagen bei rund 1,26 Millionen Euro.

„Wir sind sehr zufrieden mit der neuen, innovativen Wärmeversorgung in unserem Gebäudeensemble in der Emmendinger Straße“, resümiert Michael Simon, Leiter der Bauabteilung beim Bauverein Breisgau. Auch der Verkauf des BHKW-Stroms an die Mieterinnen und Mieter hat sich ausgesprochen positiv entwickelt: „Bereits drei Viertel aller Mietenden beziehen den preisgünstigen Strom aus eigener Herstellung“, erzählt Simon. „Ich würde mich freuen, wenn andere Wohnungsgesellschaften, Baugenossenschaften oder sonstige Eigentümer von Mehrfamilienhäusern unser Pilotprojekt zum Anlass nähmen und bei der Erneuerung ihrer Wärmeversorgung die Solarthermie und die Einbindung eines BHKW in Betracht zögen.“

Die Stadt Freiburg möchte mit diesem Beispiel vor allem Besitzerinnen und Besitzer von Mehrfamilienhäusern dazu anregen, über die Nutzung solarthermischer Anlagen nachzudenken. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble des Bauvereins zeigt außerdem, dass auch der Denkmalschutz kein Hindernis sein muss. Gerade bei Mehrfamilienhäusern im Bestand gibt es noch erhebliches Potential hinsichtlich der Solarthermie. Nur ein Bruchteil der Mehrfamilienhäuser ist mit solarthermischen Anlagen ausgestattet. „Das ist bedauerlich“, meint Stuchlik, „Achtzig Prozent aller Mietwohnungen liegen in Wohnhäusern mit drei bis zwölf Wohneinheiten. Unser Ziel ist es, dass dieses Potential zukünftig stärker erschlossen wird. Denn nur, wenn die Solarthermie ihren Platz auch in der Wärmeversorgung von größeren Wohnhäusern findet, wird mittelfristig die Wärmewende gelingen können“, ist Stuchlik überzeugt.

Weitere Informationen zum Gebäudeensemble Bauverein Breisgau finden Sie unter www.freiburg.de/solarthermie-initiative

Einen vertieften Einblick in das Thema Solarthermie im Mehrgeschosswohnungsbau und in das Projekt des Bauvereins bietet das Fachseminar Solarthermie auf der Messe GETEC in Freiburg am Freitag, den 17. Februar ab 13 Uhr. Die Teilnahme an dem anderthalbstündigen Seminar ist kostenfrei.
Weitere Informationen zu dem Fachseminar sind hier zu finden:
www.getec-freiburg.de/besucherservice/rahmenprogramm/fuerfachbesucher.html

Rückfragen zur Umsetzung des Projektes beim Bauverein beantwortet Stefan Krug-Heinemann; E-Mail: stefan.krugheinemann@bauverein-breisgau.de
Tel.: 0761- 510 44 44

Fachspezifische Rückfragen beantwortet Axel Oliva vom
Fraunhofer ISE, E-Mail: Axel.Oliva@ise.fraunhofer.de
Tel.: 0761- 45 88 96 98.

(Presseinfo: Stadt Freiburg, 15.02.2017)


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