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Kreis Emmendingen - Landkreis Emmendingen

29. Apr 2022 - 13:43 Uhr

COVID 19: Lage und Entwicklung der Infektionszahlen im Landkreis Emmendingen - Berichtszeitraum 22.04.2022 bis 28.04.2022


Hinweis: Der folgende Bericht informiert über die Entwicklung der Infektionszahlen des oben genannten Zeitraums im Landkreis Emmendingen. Der nächste Bericht erscheint im üblichen fortlaufenden Wochenrhythmus (in der Regel freitags).

Die tagesaktuellen Fallzahlen sind im Internet unter
https://www.landkreis-emmendingen.de/aktuelles/coronavirus/fallzahlen-inzidenz-impfzahlen-und-lageberichte abrufbar.

Überblick Fallzahlentwicklung der letzten 7 Tage:
Nach Inkrafttreten der Coronaverordnung Baden-Württemberg am 16. August 2021 basiert dieser Bericht aufgrund der durch die Landesregierung verfügten rechtlichen Änderungen auf den Meldedaten des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, Stand 28. April 2022.

Detailblick - Einordnung der Fälle:
Für den Landkreis Emmendingen wurden in der vergangenen Woche vom 22. bis 28. April 2022 insgesamt 1.406 neue SARS-CoV-2-Fälle (ausschließlich laborbestätigte PCR-Fälle) registriert. Der Wert der sogenannten 7-Tage-Inzidenz steigt auf 842,6 (Vorbericht: 774,3) und liegt entsprechend deutlich über dem aktuellen Landesdurchschnitt von 684,7. Das mittlere Alter der neu registrierten Fälle im Landkreis liegt momentan bei 39 Jahren (mit einer Spanne von wenigen Monaten bis zur zehnten Lebensdekade).

Nach wie vor können die vorliegenden Daten lediglich orientierend über das tatsächliche Infektionsgeschehen Auskunft geben, denn aufgrund der variablen Nutzung von Testangeboten durch Bürgerinnen und Bürgern und der anhaltend starken Belastung der medizinisch-fachlichen Testinfrastruktur (insbesondere die Belastung der ambulanten medizinischen Versorgung)) ist weiterhin eine relevante Untererfassung anzunehmen. Unverändert besteht eine diffuse, alle Altersgruppen der Bevölkerung und alle Gemeinden und Städte im Landkreis betreffende Infektionslage auf weiterhin hohem Niveau und ohne objektive Indikatoren, die eine tatsächliche und nachhaltige Reduktion des Infektionsgeschehens in nächster Zeit annehmen lassen würden. Das Landesgesundheitsamt berechnet für Baden-Württemberg am 28. April 2022 einen sog. R-Wert von über 1, auch die Positivenrate aller im Bundesland durchgeführten PCR-Tests bleibt mit 58,5 % sehr hoch – beide Indikatoren sprechen nicht für eine rasche Entschärfung der Infektionsgefährdung der Bevölkerung. Die erneute Zunahme der Inzidenz bestätigt auch die Annahme der Vorwoche, dass ein deutlicher Einfluss der Osterferien auf den vorübergehenden Rückgang der vor einer Woche gemeldeten Fälle bestand. Die 7-Tage-Inzidenz mit Datenstand vom 28. April 2022 beinhaltet noch Tageswerte der letzten Ferientage, so dass eine weitere Zunahme in den nächsten Tagen nicht überraschend wäre.

Im Berichtszeitraum wurden neben Einzelfällen und Fallhäufungen in einem Krankenhaus insgesamt fünf neue oder anhaltende Ausbruchsgeschehen in stationären Altenpflegeeinrichtungen und in einer Eingliederungshilfeeinrichtung registriert. Ferner meldeten vier stationäre und eine ambulante Altenpflegeeinrichtung Einzelfälle. Dem Gesundheitsamt wurden im Berichtszeitraum zwei weitere Todesfälle COVID-19-Infizierter (neunte bzw. zehnte Lebensdekade) gemeldet.

Das Gesundheitsamt empfiehlt entsprechend im Landkreis auch weiterhin dringend, alle bekannten Schutzmöglichkeiten im eigenen Interesse und solidarisch unverändert konsequent einzuhalten. Dringend zu empfehlen bleibt das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen oder in Situationen, in denen Abstände nicht ausreichend eingehalten werden können. Nach dem weitgehenden Wegfall verpflichtender Schutzmaßnahmen wird aus Sicht des Gesundheitsamts einsichtiges und solidarisches Verhalten der Bürgerinnen und Bürger wesentlich mit darüber entscheiden, ob eine erhoffte vorübergehende Eindämmung des Infektionsgeschehens gelingen kann. Die dringende Empfehlung, sich bei gegebener Indikation impfen bzw. „boostern“ zu lassen, wird erneut bekräftigt. Auch wenn es bekanntermaßen zu Krankheitsfällen unter immunisierten Personen kommt, schützt die Impfung vor schweren Verläufen bei einem selbst und reduziert zudem das Risiko, Angehörige und Freunde anzustecken.

Im Kreiskrankenhaus werden aktuell 4 Patientinnen und Patienten mit COVID-Erkrankung behandelt, derzeit keine auf der Intensivstation.
Eine ausführliche Bewertung der Lage in Baden-Württemberg durch die zuständigen Landesbehörden findet sich von Montag bis Freitag aktualisiert unter:
https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/de/fachinformationen/infodienste-newsletter/infektnews/seiten/lagebericht-covid-19/.

Entwicklung der Gesamtlage im Landkreis Emmendingen seit Beginn der Pandemie
Bestätigte Fälle: 52.186
Verstorbene: 234
(Datenmitteilung der Landesmeldebehörde Stand 28.04.2022)

Geimpfte Personen im Landkreis Emmendingen:
Mit Stand vom 25. April 2022 haben im Landkreis Emmendingen 126.801 Menschen (76,0 Prozent der Bevölkerung) die Erstimpfung erhalten (Land Baden-Württemberg 71,0 Prozent), 126.481 Menschen die
Zweitimpfung (75,8 Prozent, Land Baden-Württemberg 71,6 Prozent) und 98.066 Menschen auch die Boosterimpfung (58,8, Land Baden-Württemberg 54,0 Prozent). Bei den Erstimpfungen liegt der Landkreis Emmendingen im Landesvergleich unter allen Stadt- und Landkreisen an sechster, bei den Zweitimpfungen an siebter und bei den Drittimpfungen an achter Stelle.


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