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Ortenaukreis - Ortenaukreis

19. Mai 2025 - 13:38 Uhr

Landrat Erny bei Rehkitzrettung - Moderne Drohnentechnik schützt Jungwild im Ortenaukreis - Mai und Juni sind die entscheidenden Monate

Landrat Erny bei Rehkitzrettung.
Von links: Klaus Niehüser (Team-Administrator Lahr und engagierter Helfer), Kerstin Ulrich (ehrenamtliche Helferin), Thorsten Erny (Landrat des Ortenaukreises), Nathalie Feißt (ehrenamtliche Helferin) und Georg Schilli (Kreisjägermeister).

Foto: Landratsamt Ortenaukreis
Landrat Erny bei Rehkitzrettung.
Von links: Klaus Niehüser (Team-Administrator Lahr und engagierter Helfer), Kerstin Ulrich (ehrenamtliche Helferin), Thorsten Erny (Landrat des Ortenaukreises), Nathalie Feißt (ehrenamtliche Helferin) und Georg Schilli (Kreisjägermeister).

Foto: Landratsamt Ortenaukreis
Landrat Thorsten Erny nahm vergangene Woche an einem Einsatz der Kitzrettung Ortenau e.V. teil. Dabei retteten Ehrenamtliche mit gezieltem Einsatz von Drohnentechnologie drei Rehkitze vor dem sicheren Mähtod. Der Einsatz wurde koordiniert von Kreisjägermeister Georg Schilli und fand in enger Zusammenarbeit mit Landwirten, Jägern und ehrenamtlichen Helfern auf den Feldern rund um Allmannsweier statt. Mit dem Ziel, die Tiere vor der drohenden Gefahr der anstehenden Mahd zu schützen.

In den frühen Morgenstunden, wenn der Temperaturunterschied zwischen den Tieren und der Umgebung besonders sichtbar ist, fliegen die Drohnenpiloten die Flächen ab, um die Rehkitze schnell zu finden und rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu bringen. Nach der erfolgten Mahd lassen die Helfer die Tiere sicher auf freiem Gelände wieder frei. „Die Rehkitzrettung ist ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und ehrenamtlichen Helfern. Beeindruckend ist die Technologie, sie ermöglicht eine schnelle und sichere Rettung der Tiere und zeigt, wie wertvoll moderne Technik in solchen Einsätzen sein kann“, erklärte Landrat Erny nach seinem Besuch.

Die Kitzrettung wird über die „GoZee“-App koordiniert, die eine präzise Planung und Durchführung der Einsätze sicherstellt. Ehrenamtliche, die sowohl als Drohnenpiloten oder Helfer tätig sind, setzen die Einsätze effektiv um. Sobald der Landwirt seinen Mähtermin mitgeteilt hat, informiert der zuständige Jäger das Drohnenteam der Kitzrettung Ortenau. Über die Homepage können Landwirte und Jäger ihre Flächen über eine interaktive Karte anmelden. Die Jägervereinigungen ordnen die gemeldeten Flächen den 25 Drohnenteams zu. Diese planen die Flüge und stellen ihre Helferteams zusammen. Bei gutem Wetter sind so morgens bis zu 100 Freiwillige im Einsatz. „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktioniert hervorragend. Es macht Spaß, als starkes Team zusammenzuarbeiten.“, sagt Kreisjägermeister Schilli. „Es ist ein tolles Gefühl, mit so vielen engagierten Menschen zusammenzuarbeiten, die sich leidenschaftlich für den Tierschutz einsetzen“, so Schilli.

Im Jahr 2024 rettete die Kitzrettung Ortenau bereits über 1000 Rehkitze vor dem Mähtod. Über 20 Drohnenteams aus verschiedenen Jägervereinigungen sind mittlerweile im Ortenaukreis aktiv. In Lahr engagieren sich rund 40 Freiwillige. „Der Schutz der Tiere ist für uns von höchster Bedeutung. Es bedarf nicht nur moderner Technologie, sondern auch des unermüdlichen Einsatzes der vielen Freiwilligen, die fast täglich im Einsatz sind“, sagt Klaus Niehüser, Team-Administrator von Lahr und engagierter Helfer. „Meine größte Motivation ist die Rettung der Rehkitze. Aus Erfahrung weiß ich, dass viele verletzte Tiere nach dem Mähen noch stundenlang leiden. Während andere Prävemtionsmaßnahmen häufig nicht erfolgreich sind, finden wir mittels der Drohnentechnik alle Kitze und können sie vor Schaden bewahren.“, ergänzt Niehüser.

Die Helfer setzen die gefundenen Rehkitze behutsam in Kartons, die sie zuvor mit weichem Gras ausgepolstert haben, und stellen sie an einem schattigen Ort außerhalb der Wiese ab. Dort bleiben sie, bis die Wiese gemäht ist und wieder Ruhe einkehrt. Die Rehgeiß hält sich in der Regel in der Nähe auf und holt ihr Kitz ab.

Hintergrund:
Die Rehkitzrettung in der Ortenau wird durch den gemeinnützigen Verein Kitzrettung Ortenau e.V. koordiniert, dessen Mitglieder die vier Jägervereinigungen des Ortenaukreises sind:

- Jägervereinigung Offenburg
- Jägervereinigung Lahr
- Jägervereinigung Kehl/Achern
- Jägervereinigung Kinzigtal

Diese Vereinigungen koordinieren die Rettungsaktionen in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten, die ihre Mähtermine rechtzeitig über die Homepage www.kitzrettung-ortenau.de melden. Rehkitze werden in den ersten Lebenswochen von der Rehgeiß im hohen Gras abgelegt, um sich vor Fressfeinden zu verstecken.

Die Monate Mai und Juni sind besonders relevant, da die Rehkitze in dieser Zeit zur Welt kommen und sich in den Wiesen verstecken. In dieser Periode ist die Gefahr durch Mäharbeiten besonders hoch. Landwirte sind gesetzlich verpflichtet, ihre Flächen vor der Mahd auf Wildtiere, insbesondere Rehkitze, zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu retten. Wird diese Pflicht missachtet und es kommt zu Verletzungen oder Tötungen von Tieren, können gemäß dem Tierschutzgesetz Strafen verhängt werden, die von Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen reichen können.

(Presseinfo: Landratsamt Ortenaukreis, 19.05.2025)


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