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Stadtkreis Freiburg - Freiburg

2. Mar 2026 - 09:59 Uhr

Warnstreik bei der AOK am 4. März 2026 in Freiburg - Über 200 Beschäftigte aus fünf Regionen setzen ein deutliches Zeichen


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft am Mittwoch, 4. März 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik bei der AOK in Freiburg auf. Erwartet werden Kolleg:innen der AOK Südlicher Oberrhein, der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der AOK Hochrhein-Bodensee, der AOK Mittlerer Oberrhein sowie der AOK Nordschwarzwald.

ver.di rechnet mit gut 200 Streikenden, die in Freiburg gemeinsam für ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber eintreten werden.

Hintergrund: Kein verhandlungsfähiges Angebot

Nach zwei Verhandlungstagen liegt weiterhin kein Angebot vor, das auch nur ansatzweise die realen Einkommensverluste der vergangenen Jahre ausgleicht. Die Arbeitgeberseite bietet:

0 Prozent Entgelterhöhung von Januar bis Juni 2026
2 Prozent Tabellensteigerung ab 1. Juli 2026
2 Prozent Tabellensteigerung ab 1. Juli 2027
jeweils 40 Euro mehr für Auszubildende

Angesichts der anhaltend hohen Lebenshaltungskosten, der gestiegenen Arbeitsbelastung und des Wettbewerbs um qualifizierte Fachkräfte bewertet ver.di dieses Angebot als deutlich unzureichend.

Die Forderungen von ver.di lauten:

7,5 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 375 Euro,
150 Euro mehr Ausbildungsvergütung,
Anrechnung der Ausbildungszeit auf die Erfahrungsstufe,
sowie die Vereinbarung eines Vorteils für ver.di-Mitglieder.

Hohe Belastung – fehlende Wertschätzung

Die Beschäftigten der AOK stehen seit Jahren unter erheblichem Druck: Reformen im Gesundheitswesen, Digitalisierung, steigende Beratungsanforderungen sowie komplexere gesetzliche Vorgaben erhöhen die Arbeitsdichte spürbar. Gleichzeitig erwarten Versicherte zu Recht eine schnelle, kompetente und verlässliche Betreuung.

Melanie Kühn, Gewerkschaftssekretärin von ver.di, erklärt:

„Die Kolleginnen und Kollegen halten den Laden am Laufen – in der Kundenberatung, in der Sachbearbeitung, in den Servicecentern und in den internen Bereichen. Sie haben die Herausforderungen der vergangenen Jahre mit großem Engagement gemeistert. Dass ihnen nun faktisch ein halbes Jahr Nullrunde angeboten wird, ist ein fatales Signal.“

In einem weiteren Statement macht Kühn deutlich:

„Wir sprechen hier nicht über Luxusforderungen. Wir sprechen über den notwendigen Ausgleich von Kaufkraftverlusten und über faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber anderen Krankenkassen. Wer Fachkräfte halten und gewinnen will, muss endlich ein Angebot vorlegen, das diesen Namen verdient.“

Deutliches Signal aus Südbaden

Michael Herbstritt, Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirks Südbaden Schwarzwald, betont die regionale Geschlossenheit:

„Die AOK ist eine zentrale Säule unserer regionalen Gesundheitsversorgung. Ihre Beschäftigten sorgen täglich dafür, dass Beratung, Leistungen und Unterstützung für Versicherte reibungslos funktionieren. Diese Verantwortung verdient Respekt – und Respekt zeigt sich in fairen Löhnen. Mit dem Warnstreik am 4. März senden die Kolleginnen und Kollegen aus ganz Südbaden Schwarzwald ein klares und kraftvolles Signal an die Arbeitgeber.“

Herbstritt kündigt an, dass ver.di den Druck weiter erhöhen werde, sollte sich in den kommenden Verhandlungsrunden keine substanzielle Bewegung ergeben:

„Wenn die Arbeitgeber weiterhin auf Zeit spielen, werden wir die Antwort auf der Straße geben. Die hohe Beteiligung zeigt: Die Geduld ist am Ende.“

Ziel bleibt ein fairer Abschluss

Der Warnstreik in Freiburg ist Teil bundesweiter Aktionen in der laufenden Entgeltrunde. ver.di macht deutlich, dass die Beschäftigten zu weiteren Maßnahmen bereit sind, wenn die Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt.

Ziel bleibt ein Tarifabschluss, der die reale Einkommensentwicklung berücksichtigt, die Attraktivität der Arbeitsplätze bei der AOK stärkt und den Beitrag der Beschäftigten angemessen würdigt.

Ablauf:

Die Streikenden treffen sich ab 10:00h im Gewerkschaftshaus Freiburg.
um 12:00 Uhr findet eine Kundgebung am Fahnenbergplatz statt.

INFO: ver.di Bezirk Südbaden Schwarzwald


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